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Trichomonaden sind Geißeltierchen, also Einzeller, die sich eigenständig fortbewegen können. Diese werden in erster Linie durch Geschlechtsverkehr übertragen, doch ist in seltenen Fällen auch eine Infektion in Bädern möglich, beispielsweise durch das Sitzen in nassen Pfützen am Beckenrand.
Symptome und Beschwerden
Bei Frauen kommt es vor allem zu Scheidenentzündungen, die auf den Muttermund übergreifen können. Mögliche Symptome sind Juckreiz, Ausfluss (oft grünlich-schaumig), Brennen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Bei ca. einem Viertel der Frauen mit nachgewiesener Infektion bestehen keine Beschwerden.
Bei Schwangeren mit Trichomonaden-Infektion kommt es häufiger zu Komplikationen bei der Geburt (z.B. vorzeitige Wehen, vorzeitiger Blasensprung und Frühgeburten). Die Keime können auf die Kinder, besonders in die Scheide der Mädchen übertragen werden.
Männer zeigen meist keine Symptome, vereinzelt kommt es jedoch zu Entzündungen der Harnröhre, was mit weißlichem Ausfluss aus dem Penis einhergehen kann. Die Einzeller können über die Harnröhre auch die Harnblase, Prostata oder Nebenhoden übergreifen und zu Entzündungen führen.
Diagnose
Wenn es sich um eine akute Infektion handelt, gibt der Ausfluss bereits erste Hinweise.
Im Abstrich aus der Scheide oder Harnröhre erkennt man birnenförmige, bewegliche Geißeltierchen. Zur Absicherung der Diagnose kann das Anlegen einer Laborkultur bzw. eine Spezialfärbung notwendig sein.
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