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Chlamydien sind Erreger die zur Gruppe der Bakterien gezählt werden.
Chlamydien sind auf sexuellem Weg übertragbar. Hier ist nicht nur der Geschlechtsverkehr von Bedeutung. Infizierte Mütter können ihre Kinder während der Geburt anstecken. Dies kann schwere Folgen für das Neugeborene haben.
Symptome und Beschwerden
Die Infektion betrifft vor allem die unteren Harnwege, den Genitaltrakt und das Rektum.
Bei Frauen bleibt eine akute Infektion mit Chlamydien in den meisten Fällen ohne Symptome. Mitunter zeigen sich leichte Beschwerden beim Wasserlassen, die von den Frauen allerdings weniger als Krankheit, sondern eher als Unpässlichkeit wahrgenommen werden. Treten akute Harnröhrenentzündungen auf, sind sie durch Juckreiz und Schmerzen in der Harnröhre und durch Ausfluss gekennzeichnet. Auch die chronischen Chlamydien-Infektionen laufen bei Frauen in den meisten Fällen unbemerkt ab.
Bei Männern ist die Infektion mit Chlamydien die häufigste Ursache für Harnröhrenentzündungen. Die Symptome sind häufiges, schmerzhaftes, manchmal tropfenweises Wasserlassen. Es kann zu Schmerzen und Jucken im Harnröhrenbereich und eitriger Ausfluss aus der Harnröhre kommen. Aber auch beim Mann laufen etwa ein Viertel der Infektionen unbemerkt ab.
Chlamydieninfektionen können schwere Spätfolgen haben.
Bei Frauen kann es durch aufsteigende Erreger zu einer akuten Entzündung der Eileiter und Eierstöcke kommen, die mit Fieber, Unterbauchschmerzen und starkem Krankheitsgefühl verbunden ist. Als besonders schwere Komplikation kann sich eine akute Entzündung des Bauchfellüberzugs der Leber entwickeln. Dabei haben die Patientinnen starke Schmerzen im Oberbauch und Fieber.
Sowohl die akute als auch die chronische Form der Infektion können durch Verklebungen der Eileiter zur Unfruchtbarkeit führen. Darüber hinaus wird die Entstehung von Bauchhöhlenschwangerschaften begünstigt.
Ist der Geburtskanal mit Chlamydien besiedelt, kann es zu einer Übertragung des Erregers von der Mutter auf das Kind kommen. Die Neugeborenen leiden in solchen Fällen häufig unter einer eitrigen Bindehautentzündung, die ein bis zwei Wochen nach der Geburt beginnt. Die Bindehautentzündung ist sehr hartnäckig und klingt meist erst nach Monaten vollständig ab. Bei einigen Neugeborenen kommt es durch die Chlamydieninfektion auch zu einer Lungenentzündung.
Bei Männern kann die Chlamydieninfektion zu einer akuten Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostatitis) und der Nebenhoden führen. Ein Anschwellen der Hoden zeigt den Übergriff auf die Genitalorgane. Diese Erkrankungen sind meist sehr schmerzhaft und mit Fieber und Schüttelfrost verbunden. Chronische Infektionen des Genitaltrakts können Unfruchtbarkeit zur Folge haben.
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