Feigwarzen (Kondylome)

Feigwarzen sind Folge einer Infektion mit Papillom-Viren (HPV). Feigwarzen sind stecknadelgroße, blumenkohlartig aussehende Gewebswucherungen, die an den Geschlechtsteilen, am After und im Enddarm entstehen und zu kirschgroßen Gebilden heranwachen können.

Die Papillom-Viren können in Untergruppen gegliedert werden. Einige Untergruppen dieser Viren sind an der Entstehung bestimmter Krebsformen (z.B. Krebs des Gebärmutterhalses) ursächlich beteiligt. Feigwarzen zählen zu den häufigsten durch Viren bedingten Geschlechtskrankheiten.

Symptome und Beschwerden

Feigwarzen treten frühestens zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auf. Oft vergehen mehrere Monate, bevor die Warzen sichtbar werden. Feigwarzen können vereinzelt oder in Gruppen vorkommen.

Sie schmerzen kaum, können aber Brennen und Juckreiz verursachen. Feigwarzen sehen sehr unterschiedlich aus: flach, knotig oder blumenkohlartig. Feigwarzen können so flach sein, dass sie unsichtbar und mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind.

Bei Frauen treten Feigwarzen an den Schamlippen, in der Scheide, am Gebärmutterhals, nahe der Harnröhrenmündung oder am After auf.

Bei Männern sitzen die Feigwarzen vor allem am Penisschaft und der Vorhaut. Sie können auch bei der Harnröhrenmündung, am After oder im Enddarm sitzen.




Diagnose

Der Arzt stellt die Diagnose durch eine klinische Untersuchung. Um unsichtbare Feigwarzen nachzuweisen, benutzt der Arzt verdünnte Essigsäure, die auf die Haut getupft wird. Dort, wo sich Feigwarzen befinden, werden sie als weiße Felder deutlich.

In der gynäkologischen Praxis wird oft ein Kolposkop verwendet, ein Mikroskop mit 10 – 30 facher Vergrößerung , um die Haut von Scheide und Muttermund genauer betrachten zu können.

Vorbeugung und Behandlung

Der beste Schutz vor einer Infektion mit Feigwarzen ist Safer Sex.

Gegen Feigwarzen hilft das Betupfen mit einem Zellgift. Die Behandlung dauert oft Monate.

Die Warzen können auch nach örtlicher Betäubung chirurgisch entfernt werden (Laserstrahlen, Elektrokoagulation oder Einfrieren).

Feigwarzen können immer wieder entstehen. Da bestimmte Typen von Feigwarzen an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten beteiligt sind, sollten Frauen nach einer erfolgreichen Behandlung mindesten einmal jährlich zum Frauenarzt gehen. Nur so kann Krebs in Frühstadien erkannt werden.

In jedem Fall sollten die Sexualpartner mitbehandelt werden, um Spätfolgen und eine Verbreitung der Infektion zu verhindern.