Das Kondom

Das Kondom (Präservativ) ist eine hauchdünne Membran, die über den Penis gezogen wird. Der Samenerguss wird aufgefangen und gelangt nicht in die Scheide. Nach dem Orgasmus muss das Glied aus der Scheide gezogen werden, bevor die Erektion nachlässt. Damit das Kondom nicht abrutscht und keine Samenflüssigkeit austritt, muss es beim Herausziehen am Gliedansatz festgehalten werden. Jedes Kondom darf nur einmal benutzt werden.

Kondome bestehen meist aus Latex. Da dieses Naturprodukt aber gelegentlich Allergien auslösen kann, gibt es seit einigen Jahren auch Kondome aus Polyurethan.

Bei Verwendung von Gleitmitteln oder Massagecremes müssen Sie darauf achten, nur wasserlösliche Präparate anzuwenden. Öl- und fetthaltige Substanzen greifen die Latexhaut an und machen sie durchlässig.

Kondome aus Polyurethan hingegen dürfen mit fetthaltigen Gleitmitteln in Kontakt kommen.

Zuverlässigkeit von Kondomen

Das Kondom hat eine mittlere Zuverlässigkeit. Die Sicherheit des Kondoms kann nicht nur durch falsche Anwendung oder Beschädigung beeinträchtigt sein, sondern auch durch falsche Lagerung (z.B. in der prallen Sonne, am Heizkörper oder im Kühlschrank) oder durch die Überschreitung des Haltbarkeitsdatums.

Vorteile von Kondomen

Das Kondom muss nur im Bedarfsfall angewendet werden und Sie können es ständig und diskret bei sich tragen.

Der besondere Wert von Kondomen besteht darin, dass sie zusätzlich einen relativ zuverlässigen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten gewähren. Absolute Sicherheit vor Ansteckung bietet aber nur die sexuelle Enthaltsamkeit.

Nachteile von Kondomen

Manche Männer und Frauen beklagen, das Kondom beeinflusse das sexuelle Lustempfinden oder störe beim Liebesspiel.

Wenn Sie Sex mit einem Partner haben wollen, dessen Lebensumstände Sie nicht kennen, benutzen Sie ein Kondom. Das Kondom schützt vor Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheit.