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In ca. 85 % der Fälle verhindert die Methode den Eintritt der Schwangerschaft. Je früher die Hormongabe erfolgt, desto größer ist Zuverlässigkeit der Methode. Suchen Sie daher Ihren Arzt oder einen ärztlichen Notdienst so früh wie möglich auf, wenn Sie die "Pille danach" benötigen. In einigen Ländern ist die "Pille danach" frei verkäuflich und nicht rezeptpflichtig.
Bei Erbrechen innerhalb von 3 Stunden nach der Tabletteneinnahme kann die Wirksamkeit der „Pille danach“ beeinträchtigt sein. In diesen Fällen sollte sofort eine weitere Tablette eingenommen werden.
Nach der Anwendung der "Pille danach" empfiehlt es sich, bis zum Einsetzen der nächsten Regelblutung lokal anwendbare Verhütungsmittel (z.B. das Kondom oder die Portiokappe zu verwenden). Nach der nächsten Regelblutung können dann auch wieder hormonale Methoden der Empfängnisverhütung benutzt werden.
Die "Pille danach" schützt nicht vor HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
Vorteile
Jedem Paar kann ein Fehler bei der Empfängnisverhütung unterlaufen. Die "Pille danach" ist eine sichere Methode, "nachträglich" vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen. Alle Kinder sollten Wunschkinder sein: By Choice - not chance.
Nebenwirkungen und Risiken
Die "Pille danach" ist ein hochwirksames Arzneimittel, das Nebenwirkungen haben kann. Zu Ihrer Orientierung finden Sie im folgenden allgemeine Informationen zur Verträglichkeit der "Pille danach". Verbindlich sind jedoch immer die Produktinformationen Ihres konkreten Präparates. Lesen Sie daher die Packungsbeilage aufmerksam und lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
Nach Einnahme der "Pille danach" können Übelkeit und Erbrechen, Unterleibsschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Spannungsgefühl in der Brüsten auftreten.
Vorübergehend kann es zu Blutungsstörungen kommen. Bei den meisten Frauen setzt jedoch die nächste Monatsblutung zum erwarteten Termin ein.
Wenn die nächste Regelblutung mehr als 5 Tage überfällig ist, sollten Sie zum Arzt gehen, um eine Schwangerschaft auszuschließen. Studien haben gezeigt, dass beim Versagen eines Notfallkontrazeptivums und dem Eintritt einer Schwangerschaft keine Schädigung des Kindes zu erwarten ist, die mit der Anwendung des Präparates in Zusammenhang steht.
Wenn Ihre "Pille danach" Östrogen und Gestagen enthält, entsprechen die Nebenwirkungen, Risiken und Gegenanzeigen im wesentlichen denen anderer Östrogen-Gestagen-Präparate zur Empfängnisverhütung. Lesen Sie daher mehr im Kapitel "Nebenwirkungen und Risiken der Pille".
Weitere Formen der Notfall-Kontrazeption
Neben der "Pille danach" kann auch das kupferhaltige Intrauterinpessar zur Notfall-Kontrazeption angewendet werden. Die Einlage des Pessars verhindert zuverlässig die Einnistung einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut. Das Intrauterinpessar muss postkoital innerhalb von 5 Tagen nach dem geschätzten Zeitpunkt des Eisprungs eingelegt werden.
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