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Der Vaginalring ist eine zuverlässige Verhütungsmethode. Über die Vaginalschleimhaut gelangen die Sexualhormone in den Blutkreislauf und hemmen die Freisetzung von Hormonen aus dem Hypothalamus und der Hypophyse. Auf diese Weise fehlt der Impuls zum Eisprung. Wenn keine Eizelle freigesetzt wird, können Sie nicht schwanger werden.
Weiterhin wird die Entwicklung der Schleimhaut in der Gebärmutter gehemmt. Die Einnistung einer Eizelle in der Gebärmutter ist daher nicht möglich.
Darüber hinaus machen die Hormone des Pflasters den Schleim im Gebärmutterhals zähflüssig. Es können daher keine Spermien in die Gebärmutter gelangen.
Der empfängnisverhütende Effekt ist auch während des einwöchigen ringfreien Intervalls gewährleistet.
Wenn Sie vergessen haben, einen neuen Vaginalring einzuführen oder wenn der Ring länger als 3 Stunden außerhalb Ihrer Scheide war, kann die empfängnisverhütende Wirkung herabgesetzt sein. Für diese Situationen gibt es konkrete Regeln. Gegebenenfalls müssen Sie zeitweise zusätzliche mechanische Verhütungsmittel benutzen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Der Vaginalring schützt nicht vor HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Wenn Sie Sex mit einem Partner haben wollen, dessen Lebensumstände Sie nicht kennen, benutzen Sie ein Kondom.
Vorteile
Während des dreiwöchigen Tragens des Vaginalrings müssen Sie sich über die Verhütung keine Gedanken machen.
Nebenwirkungen und Risiken
Der Vaginalring ist ein hochwirksames Medizinprodukt, das Nebenwirkungen haben kann. Zu Ihrer Orientierung finden Sie im folgenden allgemeine Informationen zur Verträglichkeit des Vaginalrings. Verbindlich sind jedoch immer die Produktinformationen Ihres konkreten Präparates. Lesen Sie daher die Packungsbeilage aufmerksam und lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
Einige Frauen empfinden ein Fremdkörpergefühl. Gelegentlich kommt es zu Problemen beim Geschlechtsverkehr. Auswirkungen des Ringes auf den Sexualpartner (mögliche Aufnahme der Hormone des Vaginalringes über die Penishaut) wurden nicht untersucht. Es sollte daher nach jedem Geschlechtsverkehr besonderer Wert auf entsprechende hygienische Maßnahmen gelegt werden.
Es kann zur Ausstoßung des Ringes kommen, z.B. beim Stuhlgang oder beim Tamponwechsel. Es gibt auch medizinische Gründe, die es schwierig machen, den Vaginalring anzuwenden, z.B. Verstopfung oder Gebärmuttervorfall. Diese Probleme begünstigen den unwillentlichen Ausstoß des Vaginalrings.
Gelegentlich kann es zu Rücken- und Unterleibsschmerzen, Jucken im Genitalbereich, Entzündungen des Gebärmutterhalses, der Blase oder der Harnwege kommen.
Ansonsten entsprechen die Nebenwirkungen, Risiken und Gegenanzeigen des Vaginalrings im wesentlichen dem anderer Östrogen-Gestagen-Präparate zur Empfängnisverhütung. Informieren Sie sich daher im Kapitel "Nebenwirkungen und Risiken der Pille".
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