Verhütung nach der Entbindung

Sobald Paare ihre sexuelle Beziehung wieder aufnehmen, sollten sie eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden - auch wenn die Monatsblutung der Frau noch nicht wieder eingesetzt hat.

Besondere Regeln gelten für Frauen die stillen. In der Stillzeit ist ein relativer Empfängnisschutz gegeben. Das die Milchproduktion fördernde Prolaktin verhindert einen neuen Eisprung. Stillen ist aber keine sehr zuverlässige Form der Empfängnisverhütung! Ein Schutz besteht vor allem dann nicht mehr, wenn zwischen den Stillabständen mehr als 6 Stunden liegen und insgesamt weniger als 65 Minuten pro Tag gestillt wird.

Für stillende Frauen sind kombinierte hormonale Kontrazeptiva nicht die Methode der ersten Wahl. Wenn hormonell verhütet werden soll, kann ein Präparat genutzt werden, das ausschließlich ein Gestagen enthält – z.B. das Intrauterin-System (IUS).

Das IUS kann etwa 6 - 8 Wochen nach der Geburt eingesetzt werden, sobald sich die Gebärmutter wieder zurückgebildet hat. Den genauen Zeitpunkt bestimmt der Arzt.

Das IUS hat eine hohe empfängnisverhütende Zuverlässigkeit und ist besonders bequem in der Anwendung. Bei Frauen, die während der Stillzeit noch keine Menstruation hatten, können durch die Anwendung des IUS die Blutungen erstmalig wieder auftreten.

Auch die Minipille und die Drei-Monatsspritze können in der Stillzeit angewendet werden.