Anwendung des IUS

Das Einlegen des IUS

Das Intrauterin-System wird von Ihrem Frauenarzt während einer Periodenblutung mit Hilfe eines dünnen Röhrchens durch die Scheide in die Gebärmutterhöhle eingelegt. Beim Herausziehen des Röhrchens entfalten sich die Arme des IUS und geben ihm so sicheren Halt in der Gebärmutterhöhle, wo das IUS in dieser Position verbleibt. Zum Schluss wird Ihr Frauenarzt die Rückholfäden auf die passende Länge kürzen.

Das Einlegen ist nicht schmerzhaft. Es kann ein vorübergehendes leichtes Ziehen, wie bei einer Monatsblutung, auftreten. Sind Sie sehr empfindlich, kann Ihr Frauenarzt eine vorbeugende schmerzstillende Behandlung vornehmen. Unmittelbar nach dem Einlegen des IUS können menstruationsähnliche Beschwerden auftreten. Diese klingen erfahrungsgemäß nach kurzer Zeit wieder ab.

Wenn Sie zur normalen gynäkologischen Kontrolluntersuchung gehen, wird Ihr Frauenarzt regelmäßig die Lage des IUS überprüfen. Eine Lagekontrolle des IUS empfiehlt sich nach der ersten Monatsblutung. Später reicht eine Kontrolle alle 6 bis 12 Monate.

Das Tragen des IUS

Sie können die Fäden des IUS ertasten. Das IUS selbst aber wird von Ihnen nicht gespürt. Auch Ihr Partner wird die Rückholfädchen beim Geschlechtsverkehr nicht bemerken. Sollten sie wider Erwarten doch als unangenehm empfunden werden, bitten Sie Ihren Frauenarzt, die Länge der Fäden zu kürzen.

Erst nach etwa 5 Jahren muss das IUS entfernt und ein neues eingelegt werden.

Das Entfernen des IUS

Nur der Frauenarzt darf das IUS entfernen. Die Möglichkeit, schwanger zu werden, besteht sofort wieder bei Ihrem nächsten Eisprung, so dass manche Frauen bereits im ersten Monat nach dem Entfernen des IUS schwanger werden.