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Die Pille hat positive Begleitwirkungen, die über die Empfängnisverhütung hinausgehen. Sie kann bestimmte Krankheiten heilen und Krankheitssymptome lindern. Die Pille reduziert aber auch das Risiko für das Auftreten bestimmter Erkrankungen.
Behandlung von Blutungsstörungen
Viele Frauen klagen über Blutungsstörungen. Diese können den zeitlichen Rhythmus (zu häufige oder zu seltene Blutungen), die Stärke (zu schwache oder zu starke Blutungen) oder die Dauer (zu kurze oder zu lange Blutungen) betreffen. Auch schmerzhafte Regelblutungen (Dysmenorrhoe) treten häufig auf.
Mit der Pille lassen sich Blutungsstörungen behandeln. Die günstige Wirkung beruht auf der Stabilisierung der hormonalen Verhältnisse durch die gleichmäßige Hormonzufuhr. Die Zyklen werden regelmäßig. Die Blutung ist meist leichter und kürzer. Die Gefahr einer Anämie (Blutarmut) wird verringert.
Behandlung des prämenstruellen Syndroms (PMS)
Bei vielen Frauen wird ein günstiger Einfluss der Pille auf das prämenstruelle Syndrom (PMS) festgestellt. 6-8 Tage vor der Menstruation treten charakteristische Beschwerden auf, wie Unterleibsschmerzen, Stimmungstiefs, Kopfschmerzen und Reizbarkeit. Besonders typisch sind Wassereinlagerungen, die z.B. zu Brustspannen und Ödembildung führen. Die Pille lindert diese Symptome in vielen Fällen. Die Pille mit dem Gestagen Drospirenon hat sich als besonders günstig erwiesen, da sie östrogenbedingten Wassereinlagerungen vorbeugt.
Positiver Einfluss der Pille auf die Haut
Die Pille hat generell einen positiven Einfluss auf das Erscheinungsbild der Haut. Einige Präparate enthalten Gestagene mit antiandrogenen Eigenschaften, die sogar gezielt zur
Behandlung von Akne und Seborrhö eingesetzt werden können.
Selteneres Auftreten von Entzündungen im Beckenbereich
Bei Einnahme der Pille treten Entzündungen der Eierstöcke, der Eileiter und der Gebärmutter seltener auf. Entzündungen im Beckenbereich können schwerwiegende Folgen haben. Sie können zu Sterilität (Unfruchtbarkeit) oder Eileiterschwangerschaften führen. Der Schutz der hormonalen Kontrazeptiva beruht darauf, dass die Weitung des Gebärmutterhalses um den Ovulationstermin unterbleibt und der Schleim im Gebärmutterhals seine zähflüssige Konsistenz behält. Dadurch wird das Eindringen von Krankheitserregern erschwert.
Selteneres Auftreten von Krebs des Eierstocks und der Gebärmutterschleimhaut
Der Krebs des Eierstocks wird heute vor allem in engem Zusammenhang mit der Ovulation gesehen, da die Oberfläche des Eierstocks verletzt wird, wenn die reife Eizelle den Eierstock verläßt. Die Ovulationshemmung durch die Pille wird daher als eine Schutzwirkung betrachtet. Auch Krebs der Gebärmutterschleimhaut tritt unter der Wirkung der Pille seltener auf. Diese Schutzwirkung beruht wahrscheinlich darauf, dass das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut bei Pilleneinnahme reduziert wird.
Selteneres Auftreten gutartiger Brusttumore
Gutartige Brusttumore treten bei Pilleneinnahme seltener auf. Schon die Östrogen-Gestagen-Schwankungen im Menstruationszyklus stellen eine Belastung des Drüsengewebes dar. Durch die Konstanz der Sexualhormonspiegel bei der Einnahme der Pille unterbleibt die zyklische Veränderung des Brustdrüsengewebes.
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