Wirkung und Zuverlässigkeit der Pille

Die Pille ist eines der zuverlässigsten Verhütungsmittel, das Frauen heute zur Verfügung steht. Die wichtigste empfängnisverhütende Wirkung der Pille ist die Verhinderung des Eisprungs (Ovulationshemmung). Kombinationspräparate werden deshalb auch Ovulationshemmer genannt.

Die Ovulationshemmung

Nach der Einnahme der Pille gelangen die Sexualhormone in der Pille über den Blutkreislauf zu Hypothalamus und Hypophyse.

Die Hypophyse reduziert die Bildung von FSH, dem Follikel stimulierenden Hormon. So werden das Wachstum der Eibläschen und auch die körpereigene Östrogenproduktion weitgehend gehemmt. Durch die gleichmäßigen Östrogenspiegel bei Pilleneinnahme fehlt für die Hypophyse das Signal, zur Zyklusmitte hin große Mengen an LH auszuschütten - das Hormon, das im natürlichen Menstruationszyklus den Eisprung auslöst. Der Eisprung wird so verhindert. Wenn keine Eizelle freigesetzt wird, können Sie nicht schwanger werden.

Weitere empfängnisverhütende Effekte der Pille

Die Pille hat noch zwei weitere kontrazeptive Effekte:

Sie hemmt die Entwicklung der Schleimhaut in der Gebärmutter. Die Einnistung einer Eizelle in der Gebärmutter ist daher nicht möglich.

Weiterhin bewirkt die Pille, dass der Schleimpfropf im Gebärmutterhals seine zähe Beschaffenheit behält und für Spermien undurchdringlich ist. Der äußere Muttermund und der Gebärmutterkanal bleiben eng gestellt.

Der empfängnisverhütende Effekt der Pille ist auch während des einwöchigen einnahmefreien Intervalls gegeben.

Pille und Geschlechtskrankheiten

Die Pille schützt nicht vor HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten

Wenn Sie Sex mit einem Partner haben wollen, dessen Lebensumstände Sie nicht kennen, benutzen Sie ein Kondom.