Ihr Alter - Ihre Gesundheit

Ihr Alter

Pubertät – Geschlechtsreife – Wechseljahre: Jede Lebensphase stellt andere Anforderungen an die Wahl des richtigen Verhütungsmittels. Hier einige Beispiele:

In der Pubertät und in den Wechseljahren können natürliche Verhütungsmethoden oder der Verhütungscomputer nicht empfohlen werden. Diese Methoden sind nur für Frauen mit einem stabilen Menstruationszyklus geeignet.

Ein anderes Beispiel ist der Coitus interruptus (das "Zurückziehen"). Beim "Zurückziehen" (medizinisch Coitus interruptus) wird der Penis unmittelbar vor dem Samenerguss aus der Scheide herausgezogen. Der Samenerguss erfolgt außerhalb der Scheide. Vom Mann verlangt diese Methode viel Erfahrung. Gerade junge Männern machen dabei Fehler. Sie ist daher für Jungen in der Pubertät nicht geeignet. Andererseits kommen viele Paare in der zweiten Lebenshälfte auf den Coitus interruptus zurück, da der ältere Mann oft die Selbstbeherrschung entwickelt hat, die diese Methode verlangt.

Ihr Gesundheitszustand

Bei der Auswahl eines Verhütungsmittels müssen Ihr Gesundheitszustand (z.B. Vorerkrankungen) und Ihre Lebensgewohnheiten mitbedacht werden.

Es gibt medizinische Gründe (Gegenanzeigen, Kontraindikationen), die die Anwendung einer bestimmten Methode der Empfängnisverhütung verbieten.

Hormonale Kontrazeptiva dürfen z.B. nicht angewendet werden, wenn Sie bösartige Tumoren der Brust oder der Genitalorgane haben oder in der Vergangenheit hatten.

Das nicht-hormonale Intrauterinpessar darf z.B. nicht benutzt werden, wenn Sie unter wiederkehrenden Entzündungen im Beckenbereich leiden.

Diese Beispiele machen deutlich, wie wichtig es ist, dem Arzt ausführlich Ihre Krankengeschichte zu schildern. Auch eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung dient dazu, Kontraindikationen auszuschließen und das für Sie am besten geeignete Kontrazeptivum zu finden.

Auch Ihre Lebensgewohnheiten spielen eine Rolle bei der Auswahl des geeigneten Kontrazeptivums. So sollten Sie z.B. nicht rauchen, wenn Sie hormonell verhüten wollen. Rauchen erhöht das Risiko einer Thromboseerkrankungen.







Bei bestimmten Erkrankungen können hormonale Kontrazeptiva therapeutisch eingesetzt werden. Wenn Sie unter starken, langandauernden und schmerzhaften Regelblutungen leiden, kann der Arzt die Anwendung eines Intrauterin-Systems (IUS) empfehlen. Im Laufe der Anwendung des IUS baut sich die Gebärmutterschleimhaut nur schwach auf. Mit fortdauernder Anwendung werden die Blutungen schwächer, kürzer und weniger schmerzhaft.

Ihr Arzt wird Ihnen beratend zur Seite stehen, vor allem im Falle der verschreibepflichtigen hormonalen Kontrazeptiva. Er wird Ihnen aber Ihre Entscheidung nicht abnehmen. Sie müssen sich daher selbst über die Eigenschaften und Besonderheiten jedes Kontrazeptivums informieren.