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Die Pille schützt nicht nur zuverlässig vor einer Schwangerschaft, sondern beugt gleichzeitig der Entstehung einiger Erkrankungen vor. Sie senkt z.B. das Risiko, an Eierstock- und Gebärmutterkrebs zu erkranken. Gleichzeitig kann die Pille zur
Behandlung bestimmter Krankheiten eingesetzt werden.
Für Frauen, die unter Akne und Hirsutismus leiden, gibt es Hormonpräparate, die gleichzeitig empfängnisverhütend wirken. Mit einem einzigen Präparat kann so gleichzeitig die Erkrankung behandelt und einer Schwangerschaft vorgebeugt werden.
Das Kondom hat den Vorteil, dass es zusätzlich vor Geschlechtskrankheiten schützt.
Nebenwirkungen
Einige Kontrazeptiva sind Arzneimittel, die neben ihrer erwünschten Wirkung auch Nebenwirkungen haben können.
So kann es zu Beginn der Anwendung hormonaler Kontrazeptiva anfangs zu Übelkeit oder Kopfschmerzen kommen. Meistens verlieren sich diese Symptome nach wenigen Einnahmezyklen.
Bei reinen Gestagenpräparaten, wie der Minipille, sind Blutungsstörungen häufig.
Bei Kombinationspräparaten, die Östrogen und Gestagen enthalten, kann es durch die Östrogene zur Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe kommen. Ebenfalls östrogenbedingt können bei entsprechend veranlagten Frauen fleckenförmige, gelbbräunliche Verfärbung der Haut auftreten, besonders im Gesicht. In diesem Fällen ist stärkere Sonnen-und UV-Bestrahlung zu meiden.
Ernsthafte Nebenwirkungen hormonaler Kontrazeptiva sind dagegen sehr selten. Der Arzt wird vor Verschreibung hormonaler Kontrazeptiva Ihren Gesundheitszustand prüfen und sich nach Ihren Lebensgewohnheiten (z.B. Rauchen) erkundigen. Sie sollten nicht rauchen, wenn Sie hormonal verhüten wollen, da sonst das Risiko einer Thromboseerkrankung erhöht ist.
Auch nicht-hormonale Verhütungsmethoden können Nebenwirkungen haben. So führt z.B. das Intrauterinpessar häufiger zu aufsteigenden Infektionen und Unterleibsentzündungen.
Bei der Anwendung von chemischen Schutzmitteln kann es zu unangenehmen Reizerscheinungen an den Genitalien kommen (Brennen, Jucken, Wärmegefühl).
Abwägen der Vor- und Nachteile
Die Wahl eines Kontrazeptivums ist immer ein Abwägen der Vor- und Nachteile.
Sie müssen bei der Auswahl Ihres Kontrazeptivums überlegen, auf welche Vorteile Sie Wert legen bzw. welche Nachteile Sie akzeptieren können - und welche nicht.
Ihr Arzt wird Ihnen beratend zur Seite stehen, vor allem im Falle der verschreibepflichtigen hormonalen Kontrazeptiva. Er wird Ihnen aber die Entscheidung nicht abnehmen. Sie müssen sich daher selbst über die Eigenschaften und Besonderheiten jedes Kontrazeptivums informieren.
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