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Die Blutungsunregelmäßigkeiten in der Prämenopause markieren zwar den altersbedingten Rückgang der Fruchtbarkeit. Bis zur letzten Blutung - der
Menopause - kann aber eine Schwangerschaft eintreten.
Ihr Arzt ist ein wichtiger Partner bei der Auswahl des geeigneten Verhütungsmittels, er wird Ihnen die Entscheidung aber nicht abnehmen.
Prinzipiell sind hormonale Methoden der Empfängnisverhütung ebenso geeignet wie nicht-hormonale Methoden. Es gibt allerdings einige Besonderheiten zu beachten.
Hormonale Methoden der Empfängnisverhütung
Die meisten Frauen über 40 haben ihre Familienplanung abgeschlossen und stellen deshalb besonders hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode. Hormonale Kontrazeptiva bieten diese Sicherheit. Die Verschreibung erfolgt grundsätzlich durch den Arzt. Er wird eine individuelle Nutzen-Risiko-Bewertung vornehmen, d.h. die Vorteile der Hormonpräparate den möglichen Risiken gegenüber stellen.
Die modernen Mikropillen enthalten eine besonders niedrige Hormondosis und können auch Frauen jenseits des 40. Lebensjahres verschrieben werden. Die
günstigen Begleiterscheinungen der Pille kommen auch Frauen in den Wechseljahren zu gute. Zusätzlich kann die Pille
beginnende Wechseljahrsbeschwerden lindern und Blutungsunregelmäßigkeiten verhindern.
Das oft diskutierte Thrombose-Risiko ist während der Schwangerschaft oder bei einem Schwangerschaftsabbruch wesentlich höher als bei Einnahme der Pille.
Das Intrauterin-System (IUS) eignet sich besonders gut für Frauen in den Wechseljahren. Bei diesem System handelt es sich um ein T-förmiges Intrauterinpessar, das ein Hormon-Reservoir enthält. Es wird in die Gebärmutterhöhle eingelegt und setzt dort bis zu 5 Jahre lang kontinuierlich geringe Mengen eines Gestagens frei. Das IUS ist sehr gut verträglich.
Ein besonderer Vorteil des IUS ist, dass sich im Laufe der Anwendung die Gebärmutterschleimhaut immer weniger aufbaut. Je länger das Intrauterin-System liegt, desto schwächer, kürzer und weniger schmerzhaft werden die Monatsblutungen. Häufig bleiben die Blutungen auch ganz aus. Das IUS eignet sich daher auch zur Behandlung von Blutungsstörungen, die in der Zeit vor der Menopause gehäuft auftreten.
Nichthormonale Methoden der Empfängnisverhütung
Im Prinzip sind alle nicht-hormonalen Methoden der Empfängnisverhütung geeignet. Einzige Ausnahme sind alle Formen der so genannten "natürlichen Verhütung" (z.B. Temperaturmethode, Knaus-Ogino-Methode), da Frauen vor der Menopause einen instabilen Menstruationszyklus haben. Auch der Verhütungscomputer ist für Frauen in den Wechseljahren nicht geeignet.
Methoden für den Mann
Der besondere Wert von Kondomen besteht darin, dass sie zusätzlich einen relativ zuverlässigen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten gewähren.
Viele Paare in der zweiten Lebenshälfte kommen auf den Coitus interruptus (das "Zurückziehen") zurück, da der ältere Mann oft die Erfahrung und Selbstbeherrschung entwickelt hat, die diese Methode verlangt. Dennoch muss hervorgehoben werden, dass der Coitus interruptus die Erlebnisqualität der Liebe beeinträchtigt und es eine sehr unzuverlässige Methode ist.
Sterilisation (Unfruchtbarmachung)
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